Hilft das Training auch bei Osteoporose?

Osteoporose gilt als die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Der Knochen verliert im Laufe der Jahre durch Abbauprozesse an Dichte und wird porös. Schon verhältnismäßig geringe Belastungen können dann zu Knochenbrüchen führen, zum Beispiel schon bei kleinen Stürzen. Hauptursache dafür scheint eine zunehmende Inaktivität. Gerade Frauen jenseits der Menopause und Personen mit schwach ausgeprägter Muskulatur tragen ein besonders hohes Osteoporose-Risiko; so sind rund 80% der unter Osteoporose leidenden Personen Frauen, rund ein Drittel aller Frauen nach der Menopause sind betroffen. Grund dafür ist u.a. ein Absinken des Östrogen-Spiegels nach den Wechseljahren. Östrogen verlangsamt den Abbau von Knochensubstanz; sinkt der Spiegel dieses Hormons im Alter ab, erhöht sich somit auch das Risiko.

Als wirksamste Maßnahme gegen Osteoporose gilt anerkanntermaßen ein regelmäßig durchgeführtes intensives Krafttraining .Durch die mechanischen Druck- und Zug-Belastungen der Skelettmuskeln werden die Knochen „verformt“, sie versuchen sich durch den Aufbau von Knochensubstanz während des Regenerationsprozesses im Anschluss an das Training zu schützen. So liegt die Empfehlung der Sportmedizin für ein altersangemessenes Krafttraining zur Osteoporose-Prävention bei einem Muskeltraining im mittleren bis hohen Intensitätsbereich (>70% der maximalen Kraftleistung) unter Einbeziehung aller großen Muskelgruppen. Effektive Verbesserungen ergaben sich besonders bei variablen, mechanischen Reizen höherer Intensitäten wie beim Krafttraining, weniger bei ausdauerorientierten oder funktionellen Trainings von 30-60% Intensität, wie sie häufig zur Sturzprophylaxe und im Seniorensport eingesetzt werden.

Beim Training mit miha bodytec kann genau diese erwünschte hohe Intensität erreicht werden – einhergehend mit einer deutlich geringeren mechanischen Belastung als beim Krafttraining mit Gewichten und damit auch mit einer geringeren Überlastungsgefahr für den passiven Bewegungsapparat. Die intensive Stimulation der Muskulatur zwingt auch hier den Körper zu Anpassungsprozessen; es kommt nicht nur zu einem Anstieg vieler anaboler Hormone wie Wachstumshormon, Testosteron und DHEA, sondern auch des Östrogens und damit zu einer insgesamt verbesserten Stabilisation und einen Aufbau des Knochens.

Einschränkend muss erwähnt werden, dass einige Studien zu generellem Krafttraining bei Frauen nach den Wechseljahren darauf hindeuten, dass mit größerem zeitlichem Abstand zur Menopause bessere Ergebnisse möglich scheinen als in den ersten Jahren kurz danach. Anscheinend spielen Kalzium-und Phosphatstoffwechsel in Verbindung mit den Umstrukturierungen im Hormonhaushalt eine größere Rolle als bisher angenommen. Wichtig scheint daher, besonders auf eine ausreichende Regeneration mit der entsprechenden Ernährung zu achten, um die Aufbauphase nach dem Training besonders schnell und effektiv einzuleiten.

Sprechen Sie mit Ihrem Trainer und Ihrem Arzt über mögliche zusätzliche Maßnahmen (der Einfluss von Vitamin D wird z.B. derzeit besonders diskutiert), die dem Knochenabbau entgegenwirken können und Ihr Training so sinnvoll unterstützen. Trainieren Sie regelmäßig und lassen Sie ausreichend Pausen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten, damit ihr Körper genug Zeit zur Anpassung genießt und die aufbauenden Stoffwechselvorgänge effektiv genutzt werden können. Und achten Sie auf regelmäßige Variation der Belastung. Gerade dynamische Belastungen mit hohen Intensitäten dürften hier besonders gut auf den Knochenstoffwechsel einwirken. Ihr Trainer wird Sie dabei unterstützen und ausreichend Belastungsvariation bieten – sprechen Sie ihn darauf an!

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